Das Währungspaar USD/JPY fiel am Dienstag im europäischen Handel um 0,75 % auf rund 155,80. Es steht unter starkem Verkaufsdruck aufgrund der allgemeinen Dollar-Schwäche. Die Erwartungen steigen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Jahr 2026 stärker senken wird als in ihrer geldpolitischen Erklärung vom 17. Dezember angekündigt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels notierte der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, nahe einem 11-Wochen-Tief bei rund 97,85 Punkten.
Das CME FedWatch-Tool ergab eine Wahrscheinlichkeit von 73,8 %, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen im nächsten Jahr um mindestens 50 Basispunkte senken wird. Dies steht im Gegensatz zum von der Fed letzte Woche veröffentlichten Dot Plot, in dem die Entscheidungsträger gemeinsam einen Rückgang des Leitzinses von derzeit 3,50 % bis 3,75 % auf 3,4 % prognostizierten, was auf lediglich eine Zinssenkung im Jahr 2026 hindeutet.
Die Erwartungen an eine eher lockere Geldpolitik der US-Notenbank wurden durch Anzeichen einer Schwäche auf dem Arbeitsmarkt sowie durch Hinweise aus einer Reihe aktueller Verbraucherpreisindexberichte (VPI) verstärkt, die zeigen, dass die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation begrenzt waren.
Mit Blick auf die Zukunft wird der vorläufige Bericht zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des dritten Quartals, der um 13:30 Uhr GMT veröffentlicht wird, der nächste wichtige Impulsgeber für die Entwicklung des US-Dollars sein. Anleger werden die Daten genau beobachten, um neue Hinweise auf die Stabilität des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds zu erhalten.
Unterdessen setzte der Yen das Währungspaar nach Warnungen vor möglichen japanischen Interventionen am Devisenmarkt zusätzlich unter Druck. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama äußerte sich dazu, um die Währung gegen die ihrer Ansicht nach übertriebenen und einseitigen Maßnahmen zu verteidigen.
Zuvor hatte Katayama erklärt, Japan habe „die volle Freiheit, mit übermäßigen Yen-Bewegungen umzugehen“, und hinzugefügt, die Regierung werde „angemessene Maßnahmen gegen übertriebene Bewegungen“ ergreifen.
Die Silberpreise stiegen am Dienstag im europäischen Handel und setzten damit ihren Aufwärtstrend den dritten Tag in Folge fort. Sie erreichten neue Rekordniveaus und knackten erstmals in der Geschichte die Marke von 70 US-Dollar pro Unze. Grund dafür war die starke Nachfrage nach dem weißen Metall, insbesondere von Privatanlegern.
MehrDie Goldpreise stiegen am Dienstag im europäischen Handel und setzten damit ihren Aufwärtstrend den dritten Tag in Folge fort. Sie erreichten neue Rekordniveaus und näherten sich erstmals in ihrer Geschichte der Marke von 4.500 US-Dollar pro Unze. Die Rallye wurde durch eine starke Investitionsnachfrage nach dem Edelmetall und einen Kursrückgang des US-Dollars an den Devisenmärkten begünstigt.
MehrDer Euro legte am Dienstag im europäischen Handel gegenüber einem Währungskorb zu und setzte damit seinen Aufwärtstrend gegenüber dem US-Dollar den zweiten Tag in Folge fort. Er erreichte ein Einwochenhoch, unterstützt durch anhaltende Verkäufe der US-Währung am Devisenmarkt im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage.
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