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Ölpreise stabil vor Trump-Putin-Treffen in Alaska

Economies.com
2025-08-14 11:02 UTC

Die Ölpreise stabilisierten sich am Donnerstag, als die Anleger die möglichen Auswirkungen des für Freitag geplanten Ukraine-Gipfels zwischen den USA und Russland auf die russischen Rohöllieferungen abwägten, nachdem US-Präsident Donald Trump vor „schweren Konsequenzen“ gewarnt hatte, sollte Moskau keinem Frieden zustimmen.

Um 09:57 GMT stiegen die Brent-Rohöl-Futures um 35 Cent oder 0,53 % auf 65,98 USD pro Barrel, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 35 Cent oder 0,56 % auf 63,00 USD zulegte.

Beide Benchmarks hatten am Mittwoch nach pessimistischen Prognosen der US-Regierung und der Internationalen Energieagentur (IEA) ihren tiefsten Stand seit zwei Monaten erreicht.

Am Mittwoch drohte Trump mit „schweren Konsequenzen“, falls der russische Präsident Wladimir Putin einem Friedensprozess in der Ukraine nicht zustimmen sollte. Er nannte diese Konsequenzen jedoch nicht näher, obwohl er zuvor bereits mit Wirtschaftssanktionen für den Fall eines Scheiterns der Gespräche in Alaska gedroht hatte.

Der US-Präsident drohte außerdem mit Sekundärzöllen auf Käufer von russischem Rohöl – insbesondere China und Indien –, falls Moskau seinen Krieg in der Ukraine fortsetzte.

Rystad Energy erklärte in einer Kundenmitteilung: „Die Unsicherheit über den Ausgang der Friedensgespräche zwischen den USA und Russland führt weiterhin zu einer Risikoprämie nach oben, da die Käufer russischen Öls möglicherweise weiterem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt sind.“ Weiter hieß es: „Die Lösung der Ukraine-Russland-Krise und die Veränderungen der russischen Ölströme könnten unerwartete Überraschungen mit sich bringen.“

Einige Analysten blieben jedoch skeptisch, dass Trump Maßnahmen ergreifen würde, die die Ölversorgung erheblich beeinträchtigen könnten. BVM-Analyst John Evans sagte: „Jede Maßnahme, die den Ölpreis anheben würde, wie etwa Sekundärzölle, ist für diese Regierung ein nahezu kontraproduktives Ziel – und der Mann aus Moskau weiß das sehr genau.“

Auch die Erwartung einer Zinssenkung durch die US-Notenbank im September stützte die Ölpreise, da niedrigere Kreditkosten das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Ölnachfrage steigern könnten.

Händler sind nahezu hundertprozentig von einer Zinssenkung überzeugt, nachdem die Juli-Daten einen moderaten Anstieg der US-Inflation zeigten. Finanzminister Scott Bessent sagte, er halte angesichts der jüngsten schwachen Arbeitsmarktdaten eine deutliche Senkung um einen halben Prozentpunkt für möglich.

Die Ölpreise standen am Mittwoch unter Druck, nachdem Daten der US-Energieinformationsbehörde (EIA) einen unerwarteten Anstieg der US-Rohölvorräte um 3 Millionen Barrel für die Woche bis zum 8. August zeigten.

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