Die Ölpreise blieben am Mittwoch im Handel weitgehend unverändert, da Berichte darauf hindeuteten, dass die Vereinigten Staaten, Iran und Oman weiterhin über ein Abkommen zur Regulierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz verhandeln.
Im Handel stiegen die globalen Referenz-Rohöl-Futures der Sorte Brent um 7 Cent auf 79,43 US-Dollar pro Barrel, während die US-Rohöl-Futures der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 50 Cent auf 75,27 US-Dollar pro Barrel fielen.
Fortschritte bei den Verhandlungen
Regionalen Quellen zufolge konzentrieren sich die laufenden Verhandlungen auf eine Übergangsregelung, nach der Schiffe, die in den Golf einlaufen, iranische Hoheitsgewässer durchfahren würden, während auslaufende Schiffe in Abstimmung mit Teheran omanische Gewässer passieren würden.
In einem Interview mit Fox News am Dienstagabend sagte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen seien den ganzen Tag über fortgesetzt worden, und fügte hinzu: „Es scheint alles sehr gut zu laufen.“
US-Finanzminister Scott Bessent sagte gegenüber CNBC außerdem, dass eine Einigung zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße, einer entscheidenden Transportader für Öl, Erdgas, Düngemittel und eine breite Palette von Industrieprodukten, noch in dieser Woche erzielt werden könnte.
Die Vereinigten Staaten und der Iran unterzeichneten am 17. Juni eine Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Das Abkommen scheiterte jedoch schnell nach erneuten Kämpfen um die Schifffahrtsrouten durch die Wasserstraße.
Dem Bericht zufolge griff Teheran Schiffe an, die unter US-Militärschutz vor der Küste Omans fuhren, um sie zur Durchfahrt durch iranische Hoheitsgewässer zu zwingen. Washington reagierte mit mehr als zwölf Luftangriffen und der Wiedereinführung der Seeblockade gegen den Iran.
Die Goldpreise stiegen am Mittwoch im Handel sprunghaft an, da der US-Dollar schwächer wurde und die Renditen von Staatsanleihen sanken, während die Anleger weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten beobachteten, um neue Hinweise auf die Aussichten für Inflation und Zinssätze zu erhalten.
MehrViele sehen die Krise in der Straße von Hormus als eine große strategische Schwachstelle für China, da es der weltweit größte Rohölimporteur und stark von Energielieferungen aus dem Golf abhängig ist. Jüngste Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass Peking nun über einen Puffer verfügt, der bei früheren Energiekrisen fehlte: die rasante Verbreitung von Elektrofahrzeugen, die bereits begonnen hat, die Ölnachfrage spürbar zu reduzieren.
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